Batch History

 

Jede Batch unseres LOREDRY Gins trägt den Namen einer der wunderschönen Burgen und Schlösser im Mittelrheintal. Jedes dieser historischen Bauwerke besitzt eine eigene Geschichte die wir euch auf dieser Seite nach und nach Vorstellen möchten.

Batch 1 - Ehrenfels

Die Burgruine Ehrenfels ist die Namensgeberin für unsere allererste Batch LOREDRY Gin. Sie liegt an einem Hang auf hessischer Seite am Binger Loch und eröffnet auf majestätische Art und Weise das Mittelrheintal. 

Während des Streits zwischen Philipp von Schwaben und dem Sohn Heinrichs des Löwen, Otto, um die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches durch Pfalzgraf Heinrich I. wurde das Erzstift Mainz angegriffen Als Antwort darauf wurde die Ehrenfels vermutlich im Jahre 1211 von Philipp von Bolanden im Auftrag des Erzbischofs Siegfried II von Eppstein gebaut.

Etwa 11 Jahre später wurde die Burg durch ein königliches Urteil Mainz zugeschlagen und mit kurzmainzischen Burgmannen besetzt. Gegen Mitte des 13 Jahrhunderts wurde die Burg zur Zollstation und stand auch im Zusammenhang mit dem Binger Mäuseturm.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Ehrenfels mehrfach belagert und auch von verschiedenen Parteien besetzt.

Die Verwüstung der Burg ist nicht eindeutig geklärt und es gibt hierzu unterschiedlicheTheorien. Es gilt jedoch als relativ sicher, dass die Burg im Laufe des Pfälzischen Erbfolgekriegs durch das Heer des französischen Marschalls Nicolas Chalon du Blé schwer beschädigt wurde. Heute gehört die Burgruine dem Land Hessen, eine Begehung ist leider nicht möglich.

Batch 2 - Burg Klopp

Die Burg Klopp, Patronin des zweiten LOREDRY Batch, thront auf einem Hügel in Bingen am Rhein und wacht seit dem 13. Jahrhundert über die Stadt. Sie ist heute Sitz der Stadtverwaltung und beherbergt unter anderem auch das Standesamt.

Wann genau die Burg Klopp errichtet wurde ist nicht bekannt, aber es muss wohl in der Zeit zwischen 1240 (hier wird der Kloppberg als Sitz eines Klerikers erwähnt) und 1277 (erste Erwähnungen der Burg Clopp) gewesen sein. Es gilt als unwahrscheinlich, dass der Ursprung römischer Natur ist, denn das römische Kastell Bingium umfasste damals nicht den Kloppberg. Der Grund für die errichtung der Burg Klopp war unter anderem die Verstärkung der Kurmainzer Zolllbarriere, welche die Burg Klopp zusammen mit der Burg Ehrenfels am gegenüberliegenden Rheinufer und dem Mäuseturm im Binger Loch bildete.

Die Burg Klopp wurde im Laufe der Erbfolgekriege und des Dreißigjährigen Krieges mehrfach zerstört und anschließend im 19 Jahrhundert wieder aufgebaut.

Batch 3 - Burg Rheinstein

Die Burg Rheinstein ist auch bekannt als Burg Voigtsberg oder Vaitzburg. Sie ist eine so genannte Spornburg und befindet sich auf einem 90 m hohen Bergsporn, also einer nach zwei Seiten steil abfallenden Geländeformation unterhalb der Bergkuppe. Die heutige Burg hat ihren Namen mit dem Abschluss des Wiederaufbaus 1829 erhalten.

Errichtet wurde die Rheinstein unter dem Namen im frühen 14. Jahrhundert um das Wiederaufbauverbots der rheinabwärtsgelegenen Burg Reichenstein zu überwachen. Diese war als Raubritternest der Herren von Hohenfels zerstört worden.

Ende des 16. Jahrhunderts begann durch den Mangel an wirtschaftlichen Mittel der Verfall, der zur Zeit des pfälzischen Erbfolgekrieges bereits soweit fortgeschritten war, dass die Franzosen auf eine Sprengung verzichteten.

Heute befindet sich die Burg im Privatbesitz, ist aber zu regelmäßigen Öffnungszeiten zugänglich. Weiterhin kann man auf der Burg ein Turmappartment sowie eine Ferienwohnung mieten und sich dort standesamtlich als auch kirchlich trauen lassen.

Batch 4 - Burg Reichenstein

Wir bewegen uns weiter Rheinabwärts zur bereits genannten Burg Reichenstein. Die Burg liegt auf dem Felsmassiv eines Bergausläuferns zwischen dem Rhein- und dem Morgenbachtal oberhalb von Trechtingshausen. Die ältesten Bereiche der Burg reichen bis in das frühe 11. Jahrhundert zurück.

Einer der frühen Herren, Gerhard von Rheinbod, wurde mit der Zeit zu einem Raubritter und plünderte und mordete in der Umgebung. Im Jahr 1213 wurde er abgesetzt und Philipp von Bolanden wurde Nachfolger. Mangels Nachkommen von Werner von Bolanden ging die Burg 1241 an Philipp von Hohenfels über, welcher seinerseits auch einer der berüchtigtsten Raubritter im Mittelrheintal wurde, dessen Taten nur von denen seines Sohnes Dietrich übertroffen wurden.

König Rudolf I. beendete das Raubrittertum am Rhein und brannte die Reichenstein und Sooneck nieder. Das Wiederaufbauverbot wurde von Burg Rheinstein überwacht. 1344 wurden Reichenstein und Sooneck Kurmainz zugesprochen und ein Wiederaufbau begonnen. Inwiefern die verfallene Burg im pfälzischen Erbfolgekrieg weiter zerstört wurde ist unklar.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Burg aufwändig wieder auf- und ausgebaut.

Batch 5 - Burg Sooneck

Auf einem Felsvorsprung zwischen Trechtingshausen und Niederheimbach thront die majestätisch anmutende Burg Sooneck. Auch die Burg Sooneck wurde von den berüchtigten Raubrittern, den Herren von Hohenfels bewohnt. Diese plünderten Reisende aus und bereicherten sich durch unangemessen hohe Zölle.

Auch die Sooneck wurde 1282 von König Rudolf I. zerstört und mit einem Wiederaufbauverbot belegt.
Im Jahre 1774 gelante die Burg zunächst in Privatbesitzt und ging anschließend 1834 an das preußische Königshaus. Anschließend wurde sie als königliches Jagdschloss im neugotischen Stil wiederaufgebaut.

Heute dient sie unter anderem dem "Burgenblogger" als Sommerresidenz für seine vielen Ausflüge in das Mittelrheintal

Batch Mini - Mäuseturm

Der Mäuseturm, Pate unserer „kleinsten“ LOREDRY Flaschen.

Wenn man in Bingen am Rhein an der Nahemündung am Ufer steht, kann man dieses Wahrzeichen des Binger Lochs nicht übersehen.

Der Mäuseturm ist keine Burg, sondern der Ehrenfels zugeordneter Wehr und Wachturm der zur Erhebung von Wegezoll genutzt wurde. Seine genaue Geschichte ist nicht bekannt, außer dass er etwa im 14. Jahrhundert erbaut wurde und im dreißig Jährigen Krieg zerstört wurde. Der preußische König ließ den Turm dann im neugotischen Stil wieder aufbauen. In den 70er Jahren wurde er als Signalturm verwendet um das Zusammenstoßen von Schiffen im Binger Loch zu verhindern.

Je weniger über die wahre Geschichte  bekannt ist, desto eher gibt es aber Mythen und Sagen. Diese besagen, dass der Mainzer Erzbischof Hatto II. den Turm im 10. Jahrhundert erbauen ließ. Damals herrschte eine Hungersnot und der Bischof verwehrte dem armen Volk die Hilfe aus seinen gut gefüllten Kornkammern. Das Volk gab nicht auf und bettelte weiter, woraufhin Hatto sie in eine Scheune sperrte und diese in Brand steckte. Während die Menschen in der Scheune in den Flammen vor Qual schrien verhöhnte der Geistliche Sie mit den Wort „Hört ihr, wie die Kornmäuslein pfeifen?“.  Daraufhin kamen aus allen Ecken Mäuse gekrochen und überranten die Gemächer des Erzbischofs. Hatto flüchtete auf ein Schiff und fuhr damit Rheinabwärts bis zur Mäuseturm-Insel wo er sich versteckte. In der Nacht jedoch kamen die Mäuse wieder aus ihren Verstecken gekrochen und fraßen den hartherzigen Geistlichen bei lebendigem Leibe auf.

Der Mäuseturm kann heutzutage Besichtigt werden, das Wasser und Schifffahrtsamt Bingen am Rhein bietet gelegentlich Führungen an.